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  1. #21
    The Main Man Avatar von Vargo
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    Puh. Ihr macht hier das delikate "moderner Feminismus"-Fass wieder auf.

    Bevor wir wieder zum Thema kommen (einer hoffentlich guten Serie, mit einem etwas in die irre führenden Trailer), möchte ich auch noch ein paar Kleinigkeiten loswerden.

    Generell finde ich den Dialog über Diversität wichtig. Es braucht mehr Figuren, die einem breiterem Spektrum von menschlichen Eigenarten angehört. Sei es nun die Rasse, die Sexualität, die politischen Ansichten oder die Religiösität. Dadurch entsteht auch mehr Vielfalt und Themen werden aufgegriffen, die noch nicht zu Tode gekaut wurden. Schaut euch nur mal Serien wie Sense8 oder American Gods an. Speziell Sense8 zieht viel Originalität aus transsexuellen, schwulen oder lesbischen Charakteren. Das ganze Konzept der Serie war um Diversität aufgebaut. Das hat mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Es konnte schon mal gehörig übers Ziel hinaus schießen, aber als Fingerübung und Etablierung von breiter aufgestellter Diversität hat es prima funktioniert.
    American Gods wirft dagegen ein stärkeres Licht auf afrikanische und indische Mythologie, die in westlichen Gefilden noch nicht sehr stark durchleuchtet wurde. Mittlerweile kann jeder die griechischen und nordischen Götter rauf und runter beten, weil sie allgegenwärtig waren und weiterhin sind. Das hilft ein neues Schlaglicht auf neue, originelle Dinge zu werfen.

    Es gibt aber auch das krasse Gegenteil: Erzwungene Diversität. Wenn jede Geschichte zwanghaft divers ausfallen muss, leidet die künstlerische Integrität, weil man auf Biegen und Brechen Figuren einführen muss, die vielleicht nicht ins Konzept einer Serie oder eines Films passen. Am deutlichsten wird das wohl bei historischen Stoffen aus Europa. Da gabs einfach nicht viele Schwule, Lesben, Schwarze oder Muslime. Schlimmstes Beispiel ist da tatsächlich ein Videospiel: Kingdom Come: Deliverence. Den Entwicklern wurde alles mögliche Vorgeworfen, weil es nicht genug Diversität im Spiel gab. Ja, der Chefentwickler hat einen rechten Hintergrund, aber er hat es nie im Bezug auf das Spiel groß propagiert. Das fertige Spiel fühlte sich aber in keiner Art und Weise als ein rechtes Statement an. Es war ein unterhaltsamer Titel in einer mittelalterlich europäischen Welt.

    Auch schlimm war das Outing von Dumbledore in Harry Potter. Es geschah nie im Buch, sondern überwiegend auf Social Media. Dadurch wurde er zu einem Alibi-Schwulen-Charakter, der in den eigentlichen Medien (Filmen und Büchern), nie auch nur einen Ansatz von irgendeiner Sexualität gezeigt hat. Warum also überhaupt erwähnen welche Sexualität er hat, wenn es für die Figur keinerlei relevante Rolle spielt?

    Aber gut. Lassen wir das. Ich schließ damit ab, dass ich Diversität toll finde, sie aber manchmal zu sehr kommerzialisiert und instrumentalisiert wird. Das ist leider auch beim Trailer von Batwoman nun der Fall. Abschrecken tut es mich aber nicht. Die erste Folge werde ich mir zumindest ansehen, einfach um zu sehen, wie sie Gotham hier umgesetzt haben.


  2. #22
    Mad Titan Avatar von Derek
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    Der Grund wieso ich glaube dass es eine gezielte Troll-Aktion war und nicht "nur" Missfallen des Videos ist einfach die schiere Menge. Ich meine, seht es euch doch mal an.
    Die Dislikes gehen gerade auf die 160.000 (!) zu.
    Die meisten anderen Videos aus der Arrowverse-Sparte kommen noch nicht einmal ansatzweise auf so viele VIEWS INSGESAMT.

  3. #23
    Like, Follow and Obey! Avatar von Jeriko
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    Glaube ich ganz ehrlich nicht. Also ja, auf jeden Fall ist darunter sicher auch die übliche Gruppe von Trollen, dieselbe Art, die auch bei Captain Marvel für Review Bombing und ähnlichen Kindergarten gesorgt hat. Doch es ist halt auch einfach ein sehr provozierender Trailer, und viele Menschen zeigen mit der Dislike-Funktion eben ihren Unmut. Es ist gewiss nicht alles am Trailer schlecht, und es zeigt sich dadurch mal wieder, wie 3-4 Sätze gleich komplett dominieren können, doch wenn sie wie hier derart provozierend sind, ist diese Reaktion nur selbstverständlich. Ich meine, es brauchte in der Vergangenheit schon sehr viel weniger, dass es zu solch einem Aufschrei kam, und das hier bezeichne ich als "Extremfall".

    Und was die hohe Anzahl angeht: Wenn etwas im Internet für Furore sorgt, dann schlägt das halt schnell seine Runden. Der Batwoman-Trailer war beispielsweise auf Twitter wegen dieser Kritik nun längere Zeit im Trending-Bereich - klar zieht das immer mehr Leute an, und auch solche, die eigentlich nicht viel von der Materie verstehen. Der Trailer polarisiert halt einfach wirklich sehr, und vielleicht war auch genau das sein Ziel. Ob das jetzt intelligent war oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

  4. #24
    Mad Titan Avatar von Derek
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    Pilot gesehen und für gut empfunden.
    Nichts worüber man Bücher schreiben könnte, aber führt sämtliche Hauptcharaktere gut ein und grenzt sie charakterlich voneinander ab.

    Hab auch keinerlei cringige Lines erkennen können (außer dem "It will be when it fits a woman" aber das kam im Kontext auch ganz anders rüber). Nicht dass das sämtliche Trolle davon abhalten würde bei IMDB 1-Stern Bewertungen zu schreiben
    Aber who cares.

    Bin mal gespannt ob
    Spoiler:
    Kate's Schwester
    der Big Bad wird oder eher sogar zum Guten bekehrt wird.

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